Für viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer dauert die Winterpause bereits viel zu lange. Nun werden die Witterung und die Temperaturen aber wieder „motorradfreundlicher“, und damit werden die Bikes auch wieder aus dem Winterschlaf geholt. Bevor es allerdings zur erste Ausfahrt geht, sollte unbedingt ein Blick auf das Fahrzeug geworfen und ein Warm-Up-Training nach der langen Pause absolviert werden.
Besonders wichtig ist, dass die Gültigkeit der §57a-Begutachtung geprüft und gegebenenfalls durchgeführt wird. Ist das Pickerl noch nicht fällig, so sollten Bikerinnen und Biker selbst die wichtigsten Komponenten wie Lichter, Blinker und Reifen unter die Lupe nehmen. Der Check kann aber auch in einem der 90 ARBÖ-Prüfzentren von einer ARBÖ-Technikerin oder einem ARBÖ-Techniker durchgeführt werden. Durch die lange Standzeit kann es zu einem entsprechenden Handlungsbedarf vor der ersten Ausfahrt kommen. Im speziellen sollte überprüft werden, ob die Reifen den vorgeschriebenen Reifendruck aufweisen bzw. in einwandfreiem Zustand sind.
„Ein Sicherheitscheck ist für die Maschine unumgänglich, damit es zu keinen gefährlichen Situationen kommt. Es sollte jedoch nicht nur das Fahrzeug auf die neue Saison gut vorbereitet werden, sondern auch die Fahrerin beziehungsweise der Fahrer“, empfiehlt ARBÖ-Chefinstruktor Daniel Lindinger. Um wirklich sicher und gut vorbereitet zu starten, empfiehlt der ARBÖ daher spezielle Warm Up-Trainings in einem der drei ARBÖ Fahrsicherheits-Zentren (Infos unter: www.ich-fahr-sicher.at) zu absolvieren.
Bei den Fahrsicherheitstrainings wird speziell die richtige Blicktechnik, Kurvenfahren und das Notbremsen trainiert, damit die Motorradsaison sicher und unfallfrei verläuft. „Unsere Trainings richten sich nicht nur an Fahranfängerinnen und Fahranfänger, sondern auch an erfahrene Bikerinnen und Biker. Gerade nach mehreren Monaten ohne Zweirad-Fahrpraxis ist es wichtig, Gefahrensituationen auf dem Motorrad wieder zu trainieren, damit in einer Notsituation schnell und richtig reagiert werden kann“, so Lindinger weiter. Übrigens werden die Warm-Up-Trainings von einigen Bundesländern auch finanziell unterstützt.
Um sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein, hat der ARBÖ abschließend zehn Tipps seiner Verkehrsexperten für die Ausfahrten zusammengefasst:
-
Das Pickerl (§57a) auf Aktualität kontrollieren, genauso wie den technischen Zustand des Fahrzeugs wie z.B. Beleuchtung, Flüssigkeitsstände und insbesondere Reifendruck
-
Warm Up-Training in einem ARBÖ-Fahrsicherheits-Zentrum absolvieren
-
Gut passende Motorradbekleidung mit ausreichender Bewegungsfreiheit wählen
-
Zu Beginn kürzere Touren planen und sich so wieder langsam ans Motorradfahren gewöhnen
-
Den Fahrstil an die Straßenbedingungen anpassen und auf Fahrbahngegebenheiten achten. Besondere Vorsicht bei Rollsplit und durch Frost aufgebrochene Asphaltdecken
-
Vorausschauend und fahrstreifenbehauptend (in der Fahrstreifenmitte) fahren und sich für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar machen. Wichtig auch: Abstand halten und anderen Verkehrsteilnehmern Zeit geben auf die eigenen Fahrmanöver zu reagieren
-
Angepasste Geschwindigkeit wählen und richtig und rechtzeitig bremsen
-
Keine waghalsigen Überholmanöver riskieren
-
Beladungsgewicht (Seitenkoffer und Packtaschen) beachten
-
Wer mit Beifahrern unterwegs ist sollte den längeren Bremsweg und das veränderte Fahrverhalten der Maschine insbesondere in Kurven beachten
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT | NAR